Auf ein Neues

Nun ja, wie man sieht war es hier seit nun fast einem Jahr mehr als ruhig, um nicht zu sagen „tote Hose“. Bei meinem letzten Beitrag habe ich euch von meiner Theorie „Wenn wir heute umziehen würden…“ erzählt und diese Theorie wird nun Realität: am 8.6. ziehen wir um und – oh Gott – wir haben noch nichts gepackt.

Nichts stimmt nun nicht ganz: ich habe immerhin ein paar Kisten mit Bastelzeug und Kleinkram, der hier so heimatlos herumsteht, gepackt und diese sind auch schon in unserem neuen Zuhause. Ebenso hat es ein Großteil meiner Schuhe schon geschafft umzuziehen, aber für den Rest ist jetzt wirklich 1,5 Wochen halli galli angesagt. Schließlich müssen die Schränke auch noch abgebaut und die dazugehörenden Schrauben getrennt eingepackt werden.
Parallel dazu gilt es in unserem Haus zu renovieren/sanieren. Die Bäder sind noch nicht soweit, dass man sie nutzen könnte, von den Räumen ist auch noch keiner zu 100% fertig und im Flur, im Windfang, in der Küche und in der Speisekammer sind sogar noch die Tapeten dran. Die müssen jetzt aber warten, bis wir umgezogen sind. Die vier Wochen Urlaub waren einfach viel zu schnell vorbei und, dass die Tapeten direkt auf dem Gipskarton aufgebracht sind, trägt nicht dazu bei, dass unser Plan funktioniert.
Der Garten sieht auch aus, als wäre schon länger nichts gemacht worden. Ein paar Sträucher habe ich schon zurechtgestutzt, sodass sie den Sommer über erst mal so bleiben können. Der Spatzl war auch schon fleißig am Rasen mähen. Dafür habe ich heute verwundert unsere Stachelbeere (auf deren leckere Marmelade ich mich schon gefreut habe) begutachtet und festgestellt, dass sie vom Mehltau befallen ist. Na toll… Da die Früchte auch schon betroffen sind fällt das mit der Marmelade dieses Jahr aus. Nun hoffe ich, dass wengistens die Johannisbeeren, Äpfel und Kirschen etwas abwerfen.

Ihr dürft gespannt sein, wie es so läuft und was es so Neues gibt. 🙂

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Kram, Zeug, Hausrat und Co

Oh man… Mit dem guten Vorsatz für 2015 wieder Ordnung ins Chaos und einen gut geplanten Alltag zu haben ist es aktuell nicht weit her und wenn ich mich hier so umsehe… Die Inseln, die schon stolz dem Chaos trotzen, sind noch massiv in der Unterzahl. Die letzten Wochen waren – trotz Urlaub – zu schnell vorbei und das, was ich mir vorgenommen hatte, ist bei weitem noch nicht alles erledigt. Auch gerne dabei: Schlafzimmer komplett ausräumen (Möbel jetzt mal außen vor), saubermachen und Boden wischen und dann für die ausgeräumten Sachen einen neuen Platz finden. Doch wenn Dinge – kleinere genauso wie größere – kein „Zuhause“ haben liegen sie irgendwo herum. Nun steht das Zeug alles im Wohnzimmer, was ja auch keine Dauerlösung ist. Und dann kommt *huch* ein Workshop und damit auch „fremde“ Leute zu uns und ich trage alles wieder ins Schlafzimmer und *schwupp* sieht’s da so aus wie vor der ganzen Aktion. Tolle Wurst…

Das große Ziel ist ja eigentlich meinen Kram zu reduzieren. Als Maßstab dient mir dazu die Vorstellung: wenn wir heute umziehen würden, möchte ich das wirklich ALLES mitnehmen? Eher nicht. Schon gar nicht als ausgezeichnete Chaosqueen… oder sollte ich eher sagen höhlenbauendes Häschen?!? Hm, es entwickelt sich gerade zu einer Sackgasse…

Klar, wenn man mit 20 von Zuhause auszieht ist das mit den wenigen Umzug ja keine große Kunst, aber 10 Jahre später sieht das schon ganz anders Haus. Wenn ich da an meinen letzten Umzug von vor 5 Jahren denke waren es 7 Kisten allein für Schuhe, 7 – 8 Kisten nur Bücher (wobei die ja eh nicht voll sind, sondern mit Kissen oder ähnlichem, leichtem Kram aufgefüllt werden), 3 für DVD’s und CD’s…. Küche, Kleidung und Co fehlen da ja noch. Die Schätzungen, was man so an Kartons benötigt, gehen dabei weit auseinander: von 25 – 45 Kisten für einen 2-Personen-Haushalt sagen die einen (äh…. das reicht noch nicht mal für meine Sachen…), die anderen rechnen die Anzahl der Personen mal Zimmerzahl mal Jahre, die man hier wohnt, und wieder andere rechnen pro qm einen Karton. Total egal, mein Hausrat liegt da gut drüber.

Wie macht ihr das? Brav nach dem Motto „wenn ein neues Teil reinkommt fliegt ein anderes dafür raus“? Oder gehört ihr zu den Jägern und Sammlern?

Inseln im Chaos

Ich arbeite derzeit mit / an Insellösungen. Will heißen: wir haben einen großen Wohnraum und eine offene Küche, mit dem es etwas schwierig ist einen Anfang zum Aufräumen zu finden. Damit zumindest stückchenweise etwas Ordnung einkehrt unterteile ich den Raum mit imaginären Trennlinien und räume dann zellenweise auf. Das sieht natürlich etwas komisch aus, wenn eine Fläche schon ordentlich und geputzt ist (ja, Staub wischen ist schwierig, wenn alle Flächen zugekramt sind) und die „Zelle“ daneben noch aussieht wie nach einem Terroranschlag. Aber letztendlich ist das auch eine gute Methode, wenn man nicht gerade Urlaub hat und nebenbei wieder so eine richtige Grundordnung (er)schaffen möchte.

Für Chaosqueens und Aufräumdummies – wie funktioniert’s?

Ich lege einen Abschnitt fest, der jetzt entchaosisiert wird. Dann nehme ich die herumliegenden Teile und bringe sie zumindest schon mal in den Raum, in den sie eigentlich gehören. Also Geschirr etc. in die Küche, Stifte, Briefmarken und Co. ins Arbeitszimmer, meine Bastelsachen zum Bastelschrank und so weiter. Das geht relativ schnell, erfordert nicht so großen Aufwand (wenn ich für Teile noch keinen richtigen Platz habe ist das erst mal nicht schlimm, der Schritt kommt später) und man sieht sofort Ergebnisse, was mich persönlich prima motiviert. Fläche frei bedeutet auch gleich mit einem feuchten Lappen drüber wischen und sauber ist’s. Das funktioniert in allen „Zellen“, in denen die meisten Dinge kein eigenes Zuhause haben. Der Couchtisch und die Zone außen herum sind gute Kandidaten dafür, oder auch unser Lesesessel.

Für die Aktion nehme ich mir eine Stunde (oder manchmal auch nur eine Halbe, je nach Größe der Zelle und zur Verfügung stehenden Zeit) Zeit. Danach mache ich wieder etwas, was  mir mehr Spaß macht, aber mit dem guten Gefühl heute etwas getan zu haben und einer sauberen Zelle.

Reih um geht es durch den ganzen Wohnraum. Wenn ich, so wie heute, frei habe und den Tag nutzen möchte, nehme ich mir noch eine weitere Zelle vor. Ich hatte überlegt euch einen Vorher-/Nachher-Vergleich zu posten, aber ich muss zugeben, dass mir das Chaos peinlich ist. Bin mir aber sicher, ihr wisst auch ohne Bilder, wie sowas aussieht. 😉

Und man kann Frauen mit Haushaltsgeräten doch glücklich machen….

Heute war es endlich soweit: unsere neue Waschmaschine und der Trockner sind eingezogen. Nein, die alte war nicht kaputt, aber wir hatten uns überlegt, dass ein Trockner doch eine gute Idee wäre. Zu Weihnachten hatten wir uns einen Zuschuss zum neuen Gerät gewünscht und nun reicht das Geld sogar zusätzlich für eine neue Waschmaschine.

Streng genommen braucht man wohl nicht wirklich einen Trockner. Der eine oder andere Wäscheständer tut’s ja auch und gerade im Sommer sind die Klamotten auch ruck zuck trocken. Doch im Winter ist das echt doof. Zum einen dauern gerade Jeans zum Teil 3 – 4 Tage bis sie trocken sind. Zum anderen sammelt sich aber auch Kondenswasser an den Fenstern und mit Dachfenstern kann es, wenn draußen Schnee liegt, schon mal mit dem Lüften schwierig werden.

Nun bin ich mal sehr gespannt was die guten Stücke so drauf haben. Auf Hawaii haben wir in einem Waschsalon gesehen, dass es auch 15-Minuten-Programme gibt. Super! Das hat die Waschmaschine jetzt auch – und selbstverständlich Endzeitvorwahl. 🙂

Haushaltshase Waschmaschine und Trockner

Unser Badezimmer ist nun etwas vollgestellt mit zwei so rießigen Maschinen, aber hey, was soll’s?!? Wozu braucht man schon eine kleine Bank mit Dekohandtüchern, wenn man einen Trockner haben kann?!?

Suchkriese 5.0

Ich krieg‘ ’nen Anfall: warum sucht man immer was man gerade dringend braucht und findet es nicht, auch wenn man den ganzen Haushalt 5 x auf links dreht?

Das kennt ihr bestimmt. Es ist wie verhext… Ich suche seit über einer Stunde mein Wachspapier, weil ich damit etwas basteln möchte und einen Blogbeitrag fertig machen möchte. Natürlich so lange es hell ist damit ich halbwegs passable Bilder machen kann. Aber was genau finde ich jetzt natürlich nicht? Genau, das Wachspapier. Es ist zum aus der Haut fahren. Mein Mann hat schon den Vorschlag gemacht, dass ich mal da schaue, wo ich es normalerweise hin aufräumen würde. Manchmal bin ich ja ordentlicher, als ich es mir selbst zutraue. Das Dumme ist: manche Teile haben einfach noch kein „Zuhause“ und irren daher wild in unserer Wohnung herum und liegen mal hier, mal dort. Vielleicht entwickeln sie auch heimlich ein Eigenleben und wandern nachts, wenn es keiner sieht, von einem Ort zum anderen. So wie bei Toy Story oder so.

Wie handhabt ihr das in solchen Momenten? Ausflippen? In Ruhe weitersuchen? Aufgeben und einfach was anderes machen? Bei mir schwankt das regelmäßig zwischen ausflippen und wütend weitersuchen. Oder beidem zusammen.

Was waren das noch für Zeiten, als ich relativ ordentlich war und alles immer seinen Platz hatte?!? Was ist nur passiert, dass es jetzt nicht mehr so ist?

Schlafi-Schublade – Check

Nach einer längeren Pause was das Thema aussortieren betrifft habe ich heute meine Schlafi-Schublade ausgemistet und die, die nicht mehr passen in einen Sack für die Kleidersammlung gestopft und die anderen schön einsortiert 🙂

Dabei habe ich aber leider auch festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist seine Gewohnheiten zu ändern. 21 Tage, so sagt man, braucht der Mensch um sich eine Gewohnheit abzugewöhnen oder eine neue anzueignen. Wenn ich das mal mit meinen „schlechten“ Gewohnheiten hochrechne und mit positiven auffülle könnte ich bis zur Rente fertig werden, wenn ich immer nur einen Punkt angehe… Hm, klingt doch nicht nach einem überzeugenden Plan.

Dafür kann ich heute außerdem vermelden, dass ich gefühlte 50 Kilo Wäsche zusammengelegt und aufgehängt habe *puh*. Warum sammelt sich das eigentlich immer so? Gibt’s außer Heinzelmännchen oder Haushaltshilfe keine Möglichkeit, das in einem akzeptablen Zeitraum abzuarbeiten?

zwei Wochen – das Chaos beginnt fast von vorn…

Nun, da ist man mal zwei Wochen nicht zu Hause und schon kehrt der Schlendrian wieder ein…. Da mich das Chaos mittlerweile zusehends nervt (schon nach ein paar Stunden – wie kommt das denn?!?) hab‘ ich mich gleich erst mal ins Bad getrollt und dort geputzt. Das geht am Schnellsten und man sieht gleich ein Ergebnis. Nun ist der Wohnraum und die Küche dran. 😉

Fürs Bad habe ich die bewährten Putzmittel/-techniken benutzt: mit einem Staubpuschelhandschuh (keine Ahnung wie diese Dinger wirklich heißen) Staub gewischt, Sagrotanreiniger für die Toilette, Allesreiniger für Dusche und Waschbecken und die Spiegel mit den ProWin-Tüchern. Fehlt nur noch staubsaugen und wischen, aber das wollte ich jetzt am Sonntag den Nachbarn nicht antun.

Die Ordnung kommt in homöopatischen Dosen

Es ist wie mit homöopatischen Heilmethoden: es wird erst mal schlimmer als vorher, bevor die Besserung eintritt. So sieht es gerade auch bei uns zu Hause aus. Das Chaos ist größer denn je, aber wenigstens sind die Schränke leer. So Stück für Stück das Chaos zu beseitigen führt leider erst mal zu einem größeren Durcheinander, aber da das beim 1. Versuch auch schon so war lasse ich mich davon nicht abschrecken.
Immerhin stehen auf der Treppe schon einige Kisten, die nur darauf warten im Keller verstaut zu werden (wo das nächste Drama wartet, aber das sieht ja erst mal keiner).

Dort haben wir gestern und heute mal fleißig Kram entsorgt, aber gefühlt ist es noch genau so viel wie vor drei Tagen – nur halt anders gestapelt…. Man hat aber auch einfach zu viel Kram. Wenn ich daran denke, was wir schon alles weggeworfen haben, als wir zusammengezogen sind…

Wie handhabt ihr das? Aus den Augen aus dem Sinn und alles erst mal in den Keller/Speicher/Garage oder wohin auch immer? Oder wirklich regelmäßig und konsequent ausmisten? Ihr dürft gern kommentieren.

neues Jahr, neuer Versuch

Nun, es gibt wohl einige Frauen in meinem Alter, Anfang/Mitte 30, die nicht kochen können, bei denen es daheim immer aussieht, als wäre gerade eingebrochen worden, und die sich schlecht fühlen, weil immer irgendwo Chaos herrscht. Und das, obwohl man doch eigentlich organisiert ist und alles mögliche und unmögliche parallel wuppt (zumindest sieht es so aus).

Mädels, eins vorweg: ihr seid damit nicht allein!

Ob es nun die unordentliche Wohnung, die zweifelhaften Kochkünste oder mal wieder der verbummelte Geburtstag der Freundin ist (wo ist eigentlich die Rechnung für die Kfz-Steuer?!?)… Jede von uns kennt diese Momente, in denen man sich fragt, warum man seinen Alltag nicht besser auf die Reihe kriegt. Schließlich schaffen es alle anderen ja auch (und wahrscheinlich ist auch das ein Trugschluss und bei den Menschen in deiner Umgebung herrscht hinter den Kulissen genau der gleiche Zustand). Ich beneide die Frauen, die mit 3 kleinen Kindern zu Hause ein Haus oder eine Wohnung haben, die aussieht als wäre sie aus einer Möbelausstellung.

Daher habe ich mir – pünktlich zum neuen Jahr und mit voller Motivation – überlegt, einen neuen Blog anzufangen.

Es ist kaum zu glauben, aber in meiner letzten Wohnung hat es zeitweise so gut funktioniert, dass ich schon dachte, ich hätte kleine Heinzelmännchen zu Hause. Entweder war dem nicht so oder ich hab‘ sie beim Packen der Umzugskisten vergessen einzupacken. Status quo ist jedenfalls: hier sieht’s aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, ich komm mit dem Studium zwar hinterher, aber dafür leidet immer irgendwas anderes, usw. Wenn mir heute eine gute Fee über den Weg laufen würde wäre mein Wunsch ein Klon, der sich nur um das häusliche Wohl kümmert.

Aber wie schafft man es sämtliche Strippen in der Hand zu halten, ohne sich total kaputt zu machen? Wenn neben Vollzeitjob der Haushalt, das Studium, ein zeitgreifendes Hobby, der (bisher großzügig vernachlässigte) Sport und vielleicht noch weitere Dinge auf der Liste stehen, die erledigt werden wollen?

Klar, einige werden jetzt laut schreien: „wer zwingt dich denn dazu, dich so zuzupacken? Entspann dich und mach doch lieber eins nach dem anderen.“ Nein! Ich hab’s probiert, aber dann krieg‘ ich noch weniger gebacken als eh schon. Kleine Ziele und Schritt für Schritt sind irgendwie nicht mein Ding und Seelenfrieden bringt es mir auch nicht.

Also ihr Lieben, ich freue mich über zahlreiche Tipps, Tricks, Notfälle oder was auch immer.